www.myomo.de

Ataxie

Ataxie bedeutet so viel wie „fehlende Ordnung“ (aus dem griechischen „a-taxia“). Die Ataxie bezeichnet eine Störung der Bewegungskoordination, bei der zielgerichtete, flüssige Bewegungen nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich sind. Sie entsteht durch Schädigungen bestimmter Bereiche des Nervensystems, insbesondere des Kleinhirns oder der zugehörigen Nervenbahnen. Eine Ataxie kann sowohl Mensch als auch Tier betreffen und kann angeboren oder erworben sein. Häufige Ursache für eine erworbene Ataxie ist ein Schlaganfall, der auch Lähmungen, Spastiken oder sonstige neurologische Schäden verursachen kann.

Ataxie nach Schlaganfall: Symptome

Je nach Form der Ataxie äußern sich die Symptome insbesondere im Gehen, Stehen oder zielgerichteten Bewegen der Gliedmaße. Typisch sind ein unsicherer, breitbeiniger Gang, Koordinationsprobleme der Arme und Hände sowie eine eingeschränkte Feinmotorik. Auch Zittern, Schluckprobleme oder verwaschene Sprache können auftreten. Die Beschwerden können eine erhebliche Einschränkung im Alltag darstellen, da selbst einfache Tätigkeiten wie Essen, Schreiben oder Ankleiden erschwert sein können.

Ataxie nach dem Schlaganfall

Wird bei einem Schlaganfall das Kleinhirn oder koordinationsrelevante Hirnareale geschädigt, können Betroffene eine Ataxie ausbilden. In solchen Fällen entstehen die Koordinationsstörungen plötzlich und gehen häufig mit weiteren neurologischen Ausfällen einher. Neben Gleichgewichtsproblemen können Lähmungen oder Spastiken hinzukommen, die die Bewegungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen. Die Kombination aus Ataxie und motorischen Einschränkungen stellt Betroffene vor besondere Herausforderungen, da sowohl Kraft als auch Koordination eingeschränkt sein können.

Behandlung nach dem Schlaganfall

Die Ataxie-Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Symptome. Nach einem Schlaganfall steht die neurologische Rehabilitation im Vordergrund. Physiotherapie und Ergotherapie zielen darauf ab, Bewegungsabläufe zu stabilisieren, die Koordination zu verbessern und alltagsrelevante Fähigkeiten neu zu erlernen. Regelmäßiges Training kann dazu beitragen, Kompensationsmechanismen zu entwickeln und trotz Ataxie selbstständig zu leben.

Wenn zusätzlich Lähmungen oder Spastiken in Arm und Hand bestehen, können technische Hilfsmittel eine sinnvolle Ergänzung sein. Die myoelektrische Orthese MyoPro®wurde speziell für Menschen mit neurologisch bedingten Bewegungseinschränkungen entwickelt. Sie erkennt vorhandene Muskelimpulse und unterstützt gezielte Arm- und Handbewegungen. Dadurch können Betroffene alltägliche Tätigkeiten wieder aktiv ausführen. In Kombination mit therapeutischen Maßnahmen kann die MyoPro® helfen, funktionelle Einschränkungen zu reduzieren und die Lebensqualität nach einem Schlaganfall nachhaltig zu verbessern. Neben der Steigerung der Funktionalität kann die regelmäßige Nutzung der MyoPro® zudem zu einer Absenkung des Tonus der spastischen Hand beitragen.