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Kleinhirnsyndrom

Das Kleinhirnsyndrom beschreibt eine Funktionsstörung des Kleinhirns (auch Cerebellum). Die Ursachen hierfür können vielfältig sein: Genetische Erkrankungen, Schlaganfälle, Tumore oder Immunerkrankungen können zu einem Funktionsverlust des Kleinhirns führen. Der Begriff „Syndrom“ bezeichnet eine Kombination mehrerer Symptome, die aufgrund des Funktionsverlusts auftreten können. Unabhängig von Ursache und individueller Symptom-Ausprägung wird dieses Krankheitsbild als Kleinhirnsyndrom bezeichnet.

Funktionen des Kleinhirns

Das Kleinhirn ist insbesondere für Bewegungen, Koordination und Gleichgewicht zuständig. Beim Kleinhirnsyndrom treten primär Symptome auf, die die Bewegungsfähigkeiten der betroffenen Person einschränken. Dazu gehören zum Beispiel Gangunsicherheiten, Schwierigkeiten beim Greifen und Sprachprobleme. Auch Muskelsteifheit und -schwäche können auftreten. Eine bekannte Form des Kleinhirnsyndroms ist die Ataxie, eine ausgeprägte Koordinationsstörung.

Leben mit Kleinhirnsyndrom: So läuft die Therapie ab

Das Kleinhirnsyndrom ist nicht heilbar. Die Behandlung zielt daher darauf ab, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Hierzu kommen Bewegungstherapien wie Physio- und Ergotherapie, bestimmte Medikamente und spezialisierte Hilfsmittel zum Einsatz.

Besonders bei Bewegungsstörungen in Arm und Hand sind moderne Orthesen wie die MyoPro® gut geeignet. Trotz Lähmungen oder Spastiken können Betroffene mit der myoelektrischen Armorthese Arm und Hand eigenständig bewegen und Gegenstände greifen. Das ermöglicht mehr Selbstständigkeit im Alltag, trotz Erkrankung.