Nach Schlaganfall: Therapie und Rehabilitation

Ein Schlaganfall kann, je nachdem wie lange die Durchblutungsstörung im Gehirn anhält, zu schwerwiegenden Langzeitfolgen führen. Brötchen festhalten, Gemüse schneiden, nach einem Gegenstand greifen, all diese Bewegungen scheinen wie selbstverständlich. Nach einem Schlaganfall können diese intuitiven Bewegungen mitunter nicht mehr ausgeführt werden. Halbseitige Lähmungen treten nach einem Schlaganfall häufig auf, die für diese Bewegungseinschränkungen verantwortlich sein können. Ein Arm oder Bein können von einem vollständigen oder teilweisen Funktionsverlust betroffen sein. Hinzu können Sprach- und Sehstörungen sowie Schluckbeschwerden kommen.

Ausgestreckter Arm greift mit der Hand ein Gymanstikband

Folgeschäden können zwar nicht vermieden, jedoch deutlich verringert werden, wenn nach einem Schlaganfall frühzeitig mit der Rehabilitation begonnen wird. Das Gehirn ist zwar nicht in der Lage, tote Gehirnzellen zu ersetzen, jedoch können benachbarte Gebiete den Funktionsverlust ausgleichen oder gar übernehmen. Diese Fähigkeit zur Regeneration nennt sich Plastizität des Nervensystems und gelingt, indem das Gehirn, möglichst früh, Anreize bekommt. Eine frühzeitige Schlaganfall-Rehabilitation beginnt im besten Fall direkt am ersten Tag der stationären Aufnahme. Der Beginn hängt jedoch vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Eine Schlaganfall-Therapie sieht vor, dass Ärzte, Pflegekräfte, Physio-, Ergotherapeuten, Logopäden sowie gegebenenfalls ein Psychologe Hand in Hand arbeiten, um den Schlaganfallpatienten bestmöglich versorgen und therapieren zu können. Dazu eignen sich vor allem sogenannte Stroke Units, da diese eigens auf Schlaganfallpatienten ausgerichtet sind oder auch neurologische Stationen. Welche rehabilitativen Maßnahmen ergriffen werden, ist bei jedem Schlaganfallpatienten individuell. Entscheiden ist daher inwiefern körperliche, geistige sowie psychische Funktionen beeinträchtigt sind. Gemessen an diesen Funktionsschäden wird ein Fahrplan für die Schlaganfall-Therapie erstellt. Im Anschluss an die Akutbehandlung findet daher eine Rehabilitation statt, diese kann stationär in einer Reha absolviert werden. Eine weitere Möglichkeit besteht in einer ambulanten Reha, diese richtet sich jedoch vermehrt an Schlaganfallpatienten, die nur geringe Beeinträchtigungen aufweisen.

Schlaganfall-Rehabilitation mit der MyoPro®

Treten beispielsweise Lähmungen nach einem Schlaganfall auf, ist es wichtig, diese angemessen zu therapieren. Das heißt, dass eine Maßnahme nach einem Schlaganfall die Physiotherapie sein kann. Ziel ist es, eingeschränkte oder verloren gegangene Funktionen, wie Mobilität, Gleichgewicht, Kraft und Ausdauer, wiederherzustellen. Während der Physiotherapie arbeiten Therapeut und Patient darauf hin, dass dieser trotz dauerhafter oder vorübergehender Einschränkung ein möglichst selbstständiges Leben führen kann. Insgesamt konzentriert sich die Schlaganfall-Rehabilitation auf das Wiederherstellen von Funktionen des zentralen Nervensystems. Verloren gegangene Fähigkeiten und Funktionen sollen wiedererlangt und verbessert werden. Unterstützt werden kann die Therapie durch orthopädische Hilfsmittel, die entweder dauerhaft oder nur vorübergehend eingesetzt werden. Sind beispielsweise Arm und/oder Hand in der Folge eines Schlaganfalls von einer Lähmung oder Spastik betroffen, kann die MyoPro®-Orthese unterstützend den Funktionsverlust ausgleichen. Die MyoPro® ist ein myoelektrisches Orthesensystem für Arm und Hand. Entwickelt wurde sie vor allem für Schlaganfallbetroffene, die unter einer Lähmung im Arm und/oder der Hand leiden. Die motorisierte Orthese dient zur Wiederherstellung der Funktion der gelähmten Gliedmaße. Sie kann mehrere Stunden am Tag getragen und genutzt werden. Somit trainiert sie die geschwächte obere Extremität auch außerhalb der Therapiesitzungen. Die Orthese verfolgt dabei einen unterstützenden Ansatz, um Schlaganfallpatienten zu mehr Selbstständigkeit im Alltag zu verhelfen.

Während der Physio- und Ergotherapie wird sowohl der Umgang mit der Orthese erlernt, als auch vordergründig Bewegungen und Abläufe, die für den Patienten im Alltag relevant sind. Daher wird mit jedem Patienten ein individueller Trainingsplan erstellt, um den Umgang mit der MyoPro® auf seine Bedürfnisse zuzuschneiden. Lernen Sie die MyoPro® und Myomo, das Unternehmen, das hinter dem Hilfsmittel nach einem Schlaganfall steckt, besser kennen. Auf unserem Blog behandeln wir sämtliche Themen rund um die Orthese. Darunter finden Sie beispielsweise Themen, wie die MyoPro® im Alltag genutzt werden kann, bei welchen Indikationen sie helfen kann oder wie das Training mit dem Hilfsmittel aussieht.