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Spastische Spinalparalyse

Die spastische Spinalparalyse, auch hereditäre spastische Spinalparalyse, ist eine seltene Erbkrankheit. Bei dieser neurodegenerativen Erkrankung werden die Nervenzellen im Rückenmark fortschreitend abgebaut. Erstes Anzeichen für die spastische Spinalparalyse ist in der Regel eine Kraftminderung in den Beinen, häufig begleitet von einer langsam zunehmenden Beinsteifheit.

Formen der spastischen Spinalparalyse

Die hereditäre spastische Spinalparalyse teilt sich in mehr als 100 Untertypen auf, die durch unterschiedliche Genmutationen definiert sind. Die Typen werden in reine und komplizierte Formen unterteilt.

Reine Formen der spastischen Spinalparalyse betreffen ausschließlich die Muskeln im Unterkörper. Die Erkrankung führt zu einem Untergang der Nervenzellen, die für die Steuerung der Beinmuskeln zuständig sind. Es kommt zu einer spastischen Lähmung der Beine. Häufig treten auch Blasenfunktionsstörungen auf. Die reine Form macht rund drei Viertel der Krankheitsfälle aus.

Bei der komplizierten Form sind zusätzlich weitere Gliedmaße betroffen. Bei dieser Form der spastischen Spinalparalyse können durch den Abbau von Nervenzellen im Rückenmark auch Krampfanfälle, Seh- und Hörstörungen, kognitive Einschränkungen, Gleichgewichtsprobleme und Lähmungen in den Armen auftreten. Sind beide Beine und beide Arme betroffen, spricht man auch von einer spastischen Tetraparese.

Behandlung der spastischen Spinalparalyse

Je nach Erkrankungsform und Schweregrad fällt die Therapie der hereditären spastischen Spinalparalyse unterschiedlich aus. Im Vordergrund stehen physikalische Therapien und individuell angepasste Hilfsmittel. Zusätzlich können medikamentöse Therapien, lokale Injektionen mit Botulinumtoxin oder Ernährungsberatungen eingesetzt werden.

Übliche physikalische Therapien, die zur Behandlung der spastischen Spinalparalyse eingesetzt werden, sind zum Beispiel die Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie. Die Nutzung individueller Hilfsmittel unterstützt Patienten bei der Bewältigung ihres Alltags. Je nach betroffener Gliedmaße können Gehhilfen, Rollstühle oder Orthesen zum Einsatz kommen. Sind aufgrund einer komplizierten Form der spastischen Spinalparalyse auch ein oder beide Arme gelähmt, kann eine myoelektrische Orthese wie die MyoPro® eine wertvolle Unterstützung sein. Sie ermöglicht die Bewegung des Arms trotz bestehender Lähmung oder Spastik. Sind Sie oder ein Familienmitglied an spastischer Spinalparalyse erkrankt oder haben eine Lähmung oder Spastik in Arm und Hand? Mit unserem Selbsttest finden Sie heraus, ob die MyoPro® für Sie geeignet ist.