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Synapsen

Synapsen sind die Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen untereinander oder zwischen Nervenzellen und anderen Körperzellen, zum Beispiel Muskelzellen. Sie ermöglichen die Weiterleitung von Informationen innerhalb des Nervensystems und bilden damit die Grundlage für Denken, Lernen, Bewegung und Wahrnehmung.

Jede Nervenzelle kann über Synapsen mit Tausenden anderen Nervenzellen verbunden sein. Dadurch entsteht ein hochkomplexes Kommunikationsnetzwerk, das es dem Körper ermöglicht, Informationen zu verarbeiten und auf Reize aus der Umwelt zu reagieren. Störungen dieser Verbindungen können neurologische oder psychische Beschwerden auslösen.

Wie funktionieren Synapsen?

Synapsen haben vor allem eine Funktion: Informationen von einer Zelle zur nächsten weiterleiten. Dabei erfolgt die Signalübertragung meist chemisch. Trifft ein elektrischer Impuls am Ende einer Nervenzelle ein, werden sogenannte Neurotransmitter freigesetzt. Diese chemischen Botenstoffe gelangen in einen winzigen Spalt zwischen zwei Nervenzellen, den synaptischen Spalt.

Die Neurotransmitter binden anschließend an Rezeptoren der nächsten Nervenzelle und lösen dort wiederum ein elektrisches Signal aus. Dieser Vorgang geschieht innerhalb von Millisekunden und ermöglicht eine extrem schnelle Kommunikation im Nervensystem.

Über Synapsen im Gehirn werden Informationen nicht nur zwischen verschiedenen Hirnregionen ausgetauscht, sondern auch über das Rückenmark in die Peripherie, also die verschiedenen Körperregionen, weitergeleitet. So schickt das Gehirn beispielsweise Befehle an Muskeln, um bestimmte Bewegungen auszuführen. Umgekehrt haben die Synapsen auch die Funktion, Sinneseindrücke wie Berührungen, Schmerzen oder Temperaturreize aus der Peripherie in das Gehirn zu leiten, wo sie ausgewertet werden können.

Synapsen neu verbinden

Synapsen sind keine starren Strukturen. Das Nervensystem besitzt die Fähigkeit, bestehende Verbindungen zu verändern und neue Verknüpfungen aufzubauen. Diese Anpassungsfähigkeit wird als Neuroplastizität bezeichnet.

Synapsen können sich nach neurologischen Krankheiten oder Verletzungen neu bilden oder neu organisieren. Besonders nach einem Schlaganfall spielt dieser Prozess eine wichtige Rolle. Werden bestimmte Hirnareale geschädigt, können andere Regionen teilweise deren Aufgaben übernehmen. Die Fähigkeit, neue Verbindungen herzustellen, ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass verlorene Funktionen nach einer Schädigung des Nervensystems zumindest teilweise wiedererlangt werden können. Durch gezielte Rehabilitation, Physiotherapie und Ergotherapie wird versucht, diese Neubildung und Umstrukturierung von Synapsen zu fördern. Die MyoPro®, eine myoelektrische Orthese für Arm und Hand, kann dies unterstützen. Repetitive Nutzung der MyoPro® im Rahmen der Rehabilitation kann die Neuorganisation der Synapsen stärken und Betroffenen helfen, verlorene geglaubte Fähigkeiten wiederzuerlangen. Mit unserem Selbsttest können Sie erfahren, wie die MyoPro® auch Ihren Alltag bereichern kann.