Verwendung der MyoPro®-Orthese nach einem Polytrauma

Als Polytrauma wird die gleichzeitige Verletzung verschiedener Körperteile und Organe verstanden, bei denen eine oder mehrere Verletzungen lebensbedrohlich sind. Der Grund für ein Polytrauma sind zumeist Verkehrsunfälle oder ein Sturz aus großer Höhe. Nach einem Polytrauma leben die Überlebenden häufig mit einer Behinderung. Die Schwere der Verletzungen orientiert sich an dem Injury Severity Score. Anhand dieses Punktesystems errechnet sich ebenfalls das Polytrauma. Dazu werden die drei am schwersten verletzten Regionen des Körpers zusammengezählt. Liegt der Wert über 16, so handelt es sich um ein Polytrauma.

Person schneidet Gemüse und trägt eine Orthese am Arm.

Unfälle im Straßenverkehr sind die häufigste Ursache eines Polytraumas. Gerade bei hoher Geschwindigkeit oder bei Kollisionen eines Fahrzeugs mit Fußgängern oder Zweirädern kann es zu schweren Unfällen kommen, die meist mit mehreren Verletzungen einhergehen. Genauso sind Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern eine Hauptursache für ein Polytrauma. Daneben werden Stürze aus eine großen Höhe als sehr gefährlich eingestuft. Dabei fällt der Betroffene aus einer Höhe von mindestens drei Metern. Ein Polytrauma wird zumeist bereits an der Unfallstelle festgestellt. Mit der Einlieferung ins Krankenhaus stehen dann ein sogenannter Schockraum sowie sämtliches benötigtes Personal bereit, um den Patienten schnellstmöglich zu behandeln.

Rehabilitation mit der MyoPro®-Orthese

Nach der Durchführung lebenserhaltener Operationen sowie der Behandlung von weiteren Verletzungen beginnen nach dem Krankenhausaufenthalt die Rehabilitationsmaßnahmen. Polytrauma-Betroffene müssen auch nach der Heilungsphase mit Einschränkungen rechnen. Das bedeutet, dass sie schwere Behinderungen oder psychische Probleme davontragen können, die es zu therapieren gilt. Die nachhaltigen Einschränkungen können vielseitig sein. Von einer Querschnittslähmung über eine posttraumatische Belastungsstörung zu Amputationen oder Lähmungen. Je nachdem welche Verletzungen der Patient aufgrund des Unfalls davongetragen hat und wie schwer diese waren, baut die Rehabilitation danach auf.

Leiden Betroffene an Lähmungen in den oberen Gliedmaßen in Folge eines Polytraumas, kann die MyoPro®-Orthese bei der Rehabilitation helfen und die Therapie nachhaltig unterstützen. Denn trotz entsprechender Physio- und Ergotherapie, langwierigen Reha-Maßnahmen oder auch Folgeoperationen, ist es nicht immer möglich, den gelähmten Arm wieder zu benutzen. Die MyoPro® wurde eigens für gelähmte Arme als Hilfsmittel konzipiert, damit der Patient seine Beidhändigkeit wiedererlangt. Als Servolenkung für den Arm liest sie die Muskelsignale auf der Hautoberfläche ab und aktiviert so die leistungsfähigen Motoren. Damit können Arm und Hand wieder bewegt werden. Jedoch muss der Anwender die Kontrolle nicht abgeben, sondern kann die Bewegungen so ausführen, wie es gewünscht ist. Die Verstärkung der Muskelsignale funktioniert ohne elektrische Stimulation und nicht-invasiv, das heißt, es müssen keine Implantate eingesetzt werden, damit die MyoPro®-Orthese funktioniert.

Sie interessieren sich für die MyoPro®-Orthese und möchten diese ausprobieren? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. In einem ersten Beratungsgespräch beantworten wir Ihre offenen Fragen und stellen fest, ob Sie potenziell für die Verwendung der Orthese infrage kommen würden. Gemeinsam finden wir dann ein Sanitätshaus in Ihrer Nähe, in dem Sie die Testsession absolvieren können.